Nichts wird gut | T2: It all worked out in Boomland

Heute geht es um eines der besten Alben der Rockgeschichte. Man müsste jetzt hinzufügen: Von dem niemand weiß; was natürlich nicht stimmt, denn der Underground kennt seine Perlen. Die heute legendäre Hardrockband T2 wurde Ende 1969 von Schlagzeuger Peter Dunton gegründet, nachdem er bei The Gun gespielt hatte, die ihr sicherlich durch ihr legendäres „Race with the Devil“ kennt, das ganz prominent unter anderem von Girlschool gecovert wurde. Zusammen mit Keith Cross (Gitarre und Keyboards) und Bernard Jinks (Bass) war die Band komplett und sie begann sofort damit, das Londoner Westend zu bespielen. Gleich ihr dritter Auftritt in einem der Clubs war ausverkauft und die Produzenten von vier großen Plattenfirmen und drei Fernseh- und Radioanstalten waren da, um sie zu sehen. Dies führte zu einem Plattenvertrag mit Decca Records, der Veröffentlichung von „It’ll All Work Out In Boomland“ und mehreren Fernseh- und Radioauftritten im Jahr 1970.

Ihr Aufstieg setzte sich im Laufe des Jahres fort, mit Auftritten bei mehreren wichtigen Open-Air-Festivals, darunter das Isle of Wight und Plumpton. Sie spielten eine Reihe von Konzerten im Marquee Club und traten in praktisch allen größeren Rocklokalen im Großraum London auf und gehörten zum selben Kreis wie Black Sabbath, Deep Purple, Free und andere mächtige Gruppen. Ihr Debütalbum „It’ll All Work Out In Boomland“ gehört zu den besten des Genres. In der Musikpresse waren sie ständig präsent – der erst siebzehnjährige Keith Cross wurde sogar als der neue Eric Clapton gefeiert!

Weiterlesen

Aleister Crowley, eine Klospülung und ein Pilztrip

Willkommen zu einer – nennen wir es – Spezialausgabe hier auf Work of Sirens, obwohl sich doch alles in dem Rahmen bewegt, den ihr hier kennt. Heute mit einem Ausflug ins Obskure, besser gesagt in den Heavy Psych der 70er Jahre. Ich weiß, dass es unter euch da draußen so etwas wie Goldgräber gibt, die stets auf der Suche sind nach einem verschütteten Nugget, und die sich mit ihrem Pickel und einem Eimer auf machen, um diese raren Exemplare zu finden. Damals, zu Zeiten der Goldrauschs gab es allerdings keine Wegweiser. Euer allseits beliebter Musiksender Work of Sirens kann in mancherlei Hinsicht ein solcher sein.

Speziell ist an der heutigen Folge ist also, dass ich drei Alben für euch habe, die sich im Bereich des Obskuren bewegen, sozusagen als Gegenpol zu unseren Klassikern. Drei Bands – drei besondere Alben. Nennen wir das ganze doch der Einfachheit halber: Raritätenkiste, Ausgabe 1. Hier kann alles mögliche anfallen, unabhängig von einem Genre. Auffälligkeiten oder Gemeinsamkeiten – und die heutigen Bands haben neben ihrer Obskurität natürlich dennoch etwas gemeinsam, es handelt sich jeweils um sogenannte Powertrios.

Die will ich jetzt auch mal nennen. Wir haben da

  • Dr Z mit Three Parts To My Soul von 1971
  • Das erste Album von Poobah namens Let me in von 1972
  • und dann noch das selbstbetitelte Album von Noel Redding, dem Bassisten der Jimi Hendrix-Experience aus der Posthendrix-Zeit mit dem Namen Road, ebenfalls von 1972

Wir fangen also mit diesem ominösen Dr Z und ihrem einzigen Album „Three Parts To My Soul“ an.

Weiterlesen

Sonische Entladung: DOMKRAFT – Sonic Moons

Es ist immer wieder interessant zu sehen, dass die klassischen Metal-Reviewer erhebliche Schwierigkeiten mit Heavy Psych oder besser gesagt, der psychdelischen Variante schwer lastender Musik haben. Ein Phänomen, das natürlich mit mangelnder Hörerfahrung zusammenhängt. Der ganze Doom-, Space-, Psychedelic-, Sludge-Sektor ist ein eigenes Biest, das vielleicht den Begriff Heavy Metal am besten okkupiert, während die Community das Wörtchen „heavy“ schon längst gestrichen hat.

Sonic Moons ist das vierte Album der schwedischen Doom-/Sludge-/Stoner-Metal-Schwergewichte Domkraft, die einmal mehr ihre Vorliebe für alles Psychedelische, Kosmische, für Verzerrung und äußerste Heaviness zum Ausdruck bringen. Der Einfluss von Bands wie SLEEP ist nach wie vor vorhanden, aber es gibt auch einen sludgigen, progressiven Vibe, der an Bands wie Mastodon erinnert. Sonic Moons ist jedoch eindeutig eine Domkraft-Veröffentlichung, die mit ihren schlammigen und unscharfen Obertönen ein wesentlich abenteuerlustigeres Grundgerüst bietet, auf dem die Band dann aufbaut.

Weiterlesen