Black Pyramid: Paths of Time are Vast

Es gab eine Zeit, da erwarteteten die meisten Leute, die sich wirklich mit Musik auseinandersetzen zu Recht, dass Black Pyramid eine der größten Bands aller Zeiten werden würde. Es mag sein, dass sie so um 2010 herum nur noch ein Album davon entfernt waren, endgültig zur Legende zu werden. Man muss sich nur einmal ansehen, wie sehr ihr Debüt damals eingeschlagen ist. Jeder mögliche Aspekt – das Songwriting, der Sound, die Live-Performance – spielte in einer anderen Liga. Das zweite Album, einfach II betitelt, schlug genauso hart ein. Die Songs wurden länger und anspruchsvoller, das Songwriting noch ausgefeilter.

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Vintage und psychotisch | Pentagram: Relentless, Day of Reckoning, Be Forewarned

Mittlerweile gibt es so viele Interviews mit Bobby Liebling, dass man kurz innehält und kurz fragt, ob das tatsächlich stimmen kann, dass Pentagram in den fünf Jahrzehnten ihres Bestehens weder große Anerkennung noch kommerziellen Erfolg erlangte. Obwohl sie vielen Anhängern des Subgenres, in das sie hinlänglich gesteckt werden, natürlich bekannt sind, ist es allerdings war. Sie sind eine der frühen amerikanischen Bands, die viel größer hätten sein sollen. Zu einer Zeit, als Black Sabbath und andere legendäre Acts den Grundstein für das legten, was wir heute als Heavy Metal kennen, produzierte die Band aus Virginia in ähnlicher Weise meist langsame, aber schwere Songs über düstere und drohende Themen und baute sich in den folgenden Jahren eine Kultanhängerschaft auf. Dabei ist es dann aber auch geblieben. Zu viele Faktoren führten dazu, dass Pentagram in der relativen Bedeutungslosigkeit verharrten und es ihnen nicht gelang, vor 1985 überhaupt eine Platte auf den Markt zu werfen. Wenn also heute Bobby Liebling ein Objekt der Begierde zu sein scheint, dann liegt das hauptsächlich an seiner skurrilen Person und leider weniger an der Musik. Drogenprobleme, Anschuldigungen wegen unangemessenen Verhaltens auf Tour und zu viele Besetzungswechsel, als dass man sie überhaupt zählen könnte, trugen nicht gerade dazu bei, der Band ein gewisses Vertrauen entgegenzubringen. Bis in die heutige Zeit hinein gibt es eine ziemliche Verwirrung über den Werdegang der Band – und ob man allem trauen kann, was Lieblings zu erinnern glaubt, ist ebenfalls fraglich.

Der einzige Fixpunkt scheint tatsächlich das Gründungsjahr zu sein, nämlich 1971. Und der Ort: Woodbridge in Virginia. Aber von welcher Band sprechen wir dann? Von Beginn an wechselten sie sogar die Namen wie die Unterwäsche. Sie hießen Virgin Death, Stone Bunny und Macabre. Und das sind nur ein paar Namen. Macabre nannten sie sich noch 1972 auf ihrer ersten Single „Be Forewarned“. Hier singt Liebling scheinbar aus der Sicht eines durchgeknallten Serienmörders, der seinem Opfer immer wieder sagt, dass er es niemals gehen lassen wird.

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Der wahre okkulte Doom | Pagan Altar

Wenn wir heute von Pagan Altar sprechen, dann sprechen wir über Superstars des Doom-Genres, des Doom Rock, des Okkult Rock und einer alternativen Version der frühen NWOBHM, mit der die Band eigentlich gar nichts zu tun hatte. Für viele mag der Begriff „Superstars“ in dieser Hinsicht irritierend sein, weil es immer noch genügend Leute gibt, die noch nie von dieser Band gehört haben, aber genau das ist irgendwo auch der Punkt. Tatsächlich gibt es verschiedene Vorstellungen, wenn man von Heavy Metal oder dem Doom an sich spricht. Es gibt – wie überall – eine offizielle Geschichtsschreibung mit vielen Verzerrungen – und eine, die in einem alternativen Universum stattzufinden scheint, aber eigentlich genau das ist, was man wirklich unter „Underground“ verstehen kann. Damit sind Alben gemeint, die in den Medien nicht viel Beachtung gefunden haben. Der Kenner weiß, dass es eine unbestreitbare Qualität in der Musik gibt, die nicht entdeckt wurde. Dafür steht unsere Reihe der Relikte Pate. Allein die Tatsache, dass niemand in eurem Umfeld von ihrer Existenz weiß, trägt sicherlich zu der geheimnisvollen Aura bei. Der Seltenheitswert allein reicht jedoch nicht aus, um diesem Mysterium auf den Grund zu gehen.

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Sonische Entladung: DOMKRAFT – Sonic Moons

Es ist immer wieder interessant zu sehen, dass die klassischen Metal-Reviewer erhebliche Schwierigkeiten mit Heavy Psych oder besser gesagt, der psychdelischen Variante schwer lastender Musik haben. Ein Phänomen, das natürlich mit mangelnder Hörerfahrung zusammenhängt. Der ganze Doom-, Space-, Psychedelic-, Sludge-Sektor ist ein eigenes Biest, das vielleicht den Begriff Heavy Metal am besten okkupiert, während die Community das Wörtchen „heavy“ schon längst gestrichen hat.

Sonic Moons ist das vierte Album der schwedischen Doom-/Sludge-/Stoner-Metal-Schwergewichte Domkraft, die einmal mehr ihre Vorliebe für alles Psychedelische, Kosmische, für Verzerrung und äußerste Heaviness zum Ausdruck bringen. Der Einfluss von Bands wie SLEEP ist nach wie vor vorhanden, aber es gibt auch einen sludgigen, progressiven Vibe, der an Bands wie Mastodon erinnert. Sonic Moons ist jedoch eindeutig eine Domkraft-Veröffentlichung, die mit ihren schlammigen und unscharfen Obertönen ein wesentlich abenteuerlustigeres Grundgerüst bietet, auf dem die Band dann aufbaut.

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Was der Doom ist und was er macht

Doom

Heute geht es hier um den Doom. Gar nicht mal um eine wirkliche Übersicht, sondern um ein paar grundsätzliche Worte und Überlegungen, auf die wir dann immer wieder zurückkommen können, denn der Doom hat viele Gesichter. Einen spezifischen Doom-Sound gibt es nicht. Er kann von einem schnelleren Uptempo bis hin zum reinen Brodeln und Dröhnen reichen. Er kann den Hörer wie eine Dampfwalze überrollen oder ihm eine Reise anbieten, die von tief unter der Erde oder des Meeres bis in die Weiten des Weltalls oder der eigenen Psyche führt, in andere Welten oder in irgendeine Wüste, staubbedeckt und brütend heiß.

Eines hat der Doom und seine zahlreichen Subgenres aber dann doch gemeinsam: die Atmosphäre und die Leidenschaft, die durch kein anderes musikalisches Genre in dieser Form erreicht werden können. Wenn man die Sendung über den Okkult Rock dazu zählen will – und das sollte man – dann ist das hier eine Art Fundament und beileibe nicht das letzte Wort zu diesem Thema.

Zwar wird der Doom oft als ein Subgenre des Metal bezeichnet, aber seine Wurzeln hat er dort nicht. Im Grunde ist er an gar kein übergeordnetes Genre wirklich gebunden. Natürlich gibt es den Doom Metal als klassisches Konstrukt, aber es gibt ebenso den Doom Rock, den Doom Prog, Ambient Doom, Stoner Doom usw.

Klar ist eigentlich nur, dass er sich nicht in Geschwindigkeitsrekorden versucht. Doch nur langsames Dahinschleichen definiert den Doom noch lange nicht. An verschiedenen Orten kann man lesen, dass die Beatles mit ihrem Song “ I Want You (She’s So Heavy)“ von ihrem Album Abbey Road 1969 die ersten waren, die eine Blaupause für den Doom geschaffen haben, und ganz von der Hand zu weisen ist das zwar nicht, weil der Song zu dieser Zeit ziemlich progressiv war, groovy und durchaus schwer, aber ein Gefühl des drohenden Unheils fehlt. Und das ist ein großer Markstein, den wir benötigen, um das Genre etwas besser zu verstehen. Sicher, es gibt den Doom auch in einer positiven Stimmung, aber wie könnte ein Genre nach Sonnenschein und guter Laune duften und sich gleichzeitig nach dem Untergang, dem Unheil, dem Verderben, der Verdammnis benennen? Das kann eben nur geschehen, wenn man sich rein auf die Langsamkeit eines Songs konzentriert. Natürlich wird das auch getan, aber wirklich weiter bringt uns das nicht. Die Sache ist etwas komplizierter.

Schauen wir uns dazu den zweiten Kandidaten an, der oft genannt wird. Led Zeppelins „Dazed and Confused“. Geschrieben wurde der Song 1967 von dem Folksänger Jake Holmes als ein Liebeslied. Auf Zeppelins Debüt von 1969 wird daraus lyrisch gesehen zwar auch nichts anderes, aber allein der Anfang, als John Paul Jones einfach nur seinen zähen Bass rollen lässt und Jimmy Page einige psychedelische Elemente darüber legt, hat etwas von diesem drohenden Unheil, nach dem wir suchen. Die einzelnen Strophen sind natürlich völlig im Heavy Blues zu verorten, aber in dem Moment, wo die Band das Hauptthema gemeinsam aufnimmt, kriecht dieses drohende Gefühl aus allen Kabeln. Der atemberaubende Tempowechsel mit diesem bollernden Bass und Bonzos (John Bonhams) Schlagzeugwalze zeigt dann einmal mehr, was Led Zeppelin zum Heavy Metal in dieser Phase beigetragen haben.

Der Blues kennt eine langsame, drückende Stimmung schon lange, und so ist es dann auch keine große Sache, dass Proto-Metal-Bands, die sich natürlich alles aus dem Blues speisen, ebenfalls eine schweißtreibende Intensivität erreicht haben, die sich noch nie aus Geschwindigkeit formen ließ. Es müsste Johann Sebastian Bach gewesen sein, der einmal sagte, dass nicht nur die gespielten Noten von äußerster Wichtigkeit seien, sondern gerade die nicht gespielten. Nun, ein Bluesman war Bach zwar nicht, aber von Musik verstand niemand jemals mehr als er und gerade von seinen Cello-Sonaten geht durchaus eine doomige Atmosphäre aus.

Aber egal, wo wir auch suchen wollen, es gibt definitiv zwei Bands, die ein drohendes Unheil mit einer bis dahin unfassbaren heaviness darboten. Die eine – Blue Cheer – durch eine bis dahin nie dagewesene Lautstärke, mit der sie Eddie Cochranes Klassiker „Summertime Blues“ förmlich zerquetschten und auf ein verstörtes Hippie-Volk spuckten, und natürlich Black Sabbath, die wohl mehr ins Rollen brachten als irgendeine andere Band das jemals vermocht hat, egal wo man sucht und egal, was man vor ihrer Zeit aus dem Sumpf graben will. Aber uns interessiert hier der Doom, der aus einem fetten und schweren Riff besteht und zusammen mit einer monströsen Rhythmusgruppe diese Gefühl vermittelt, dass gleich etwas schreckliches passieren wird, ein „Dröhnen des Grauens“, wie man es zum Beispiel in der Filmbranche nennt, wenn Sounddesigner einen lang anhaltenden Ton verwenden (oder eine Gruppe von Tönen), der ein unheimliches Gefühl erzeugt.

Auf Black Sabbath trifft all das zu, was man unter Doom versteht.

Bei ihrem Namen wurden sie inspiriert von dem italienischen Horror-Klassiker von Mario Bava aus dem Jahre 1963, der im Original „Die drei Gesichter der Furcht“ heißt – nur eben auf Italienisch.  Also hatte sich die Band auf den Banner geschrieben, mit ihrer Musik die selbe Furcht zu erzeugen wie diese Filme, die damals in bestimmten Kreisen recht populär waren. Der Film, nachdem sich Black Sabbath, benannten ist kein durchgehender Streifen, sondern eine Anthologie aus drei unterschiedlichen Geschichten, und er ist auch nicht besonders gut, ein Sabbat – was auch immer man darunter verstehen will – kommt darin gar nicht vor. Aber der amerikanische Filmtitel ist natürlich eine Wucht. Das dachten sich auch Tony und die Jungs, auch wenn der Text von einem Traum handelt, den Geezer Butler hatte, als er eine schwarze Gestalt an seinem Bett stehen sah. Horrorfilm und Horrorliteratur spielen also von jeher im Doom eine zentrale Rolle, ebenso wie die Kreuzsymbolik, der ohnehin etwas Unheimliches anhaftet.

Black Sabbath

Man kann also sagen, dass Black Sabbath hier in die Fußstapfen jener Sounddesigner traten, die dieses „Dröhnen des Grauens“ bereits seit den Anfängen des Films anwandten. Und mit dem Song „Black Sabbath“ hob man etwas aus dem dunklen Schlitz der Hölle, das alles enthielt, was bis heute den Doom in seiner Urform definiert, sei es das Donnerwetter mit reichlich Regen zu Beginn, durch den man eine einzelne Totenglocke klingen hört, sei es der sogenannte Teufelsintervall, mit dem die Band dann mit einem leicht abgewandelten Thema der Orchestersuite „Die Planeten“ des Komponisten Gustav Holst einsetzt, namentlich mit dem Auftakt zu „Mars, der Kriegsbringer“, sei es Ozzys peinigende, gequälte Stimme, die uns davon berichtet, dass er wohl jetzt gleich von Satan in die Hölle abkommandiert wird und die Leute sich besser in Acht nehmen sollten.

Man kann sich wohl kaum vorstellen, wie sich die Hörer fühlten, als sie das zum ersten mal an einem Freitag, den 13ten im Jahre 1970 hörten, als doch ein paar Jahre vorher erst der Summer of Love ausgerufen wurde. Damit war jetzt Schluss.

Sicher, einen Monat später baten auch Black Widow zum Sabbath, um Satan dort zu treffen, und ein Jahr vorher zelebrierten Coven auf ihrem Album „Witchcraft Destroys Minds & Reaps Souls“ eine schwarze Messe, aber beide Bands blieben in einer folkigen Ausrichtung der Rockmusik, die man heute Okkult Rock oder Doom Rock nennt. Ihr Einfluss ist natürlich keineswegs zu unterschätzen und spielt eine große Rolle im Doom, zu dem ich bereits eine Sendung gemacht habe, und auf die ich durchaus noch einmal zurückkommen werde. Aber hier an diesem 13. Februar 1970 schossen Black Sabbath eindeutig den Vogel ab.

Die Schaffung eines Genres ist eine schwierige und schwammige Angelegenheit. Eigentlich ist es doch eher so, dass ein Genre passiert und nicht geschaffen wird. Hunderte von Musikern mit ihren früheren Einflüssen und zukünftigen Ablegern arbeiten hier Hand in Hand, ohne das sie es immer wissen oder gar beabsichtigen, um langsam neue Klänge zu erzeugen. Die Musikszene ist eine hochgradig kollaborative Szene, in der viele Musiker einer bestimmten Epoche Ideen und Sounds austauschen. Und so verhält es sich natürlich auch mit dem Doom, dessen definierbarer Sound zwar gleichzeitig mit dem Begriff Heavy Metal auftauchte, aber erst wesentlich später so genannt wurde. Zum ersten Mal angewandt wurde er von der Musikpresse, als das englische Magazin Kerrang! die Musik von Witchfinder Generals Debüt „Death Penalty“ beschrieb, ebenfalls eine Band, die sich nach einem Horrorfilm benannte. Die Band aus Stourbridge brachte in der NWOBHM, die immer schneller zu spielen begann, die Atmosphäre des alten Englands zurück, wo Hexen und Magie in jeder Taverne lauerten und öffentliche Hinrichtungen zu einem schönen Nachmittag gehörten. Allein der selbstbetitelte Song der Band setzte Standards, die bis heute nicht weniger zitiert werden als das, was Sabbath aufs Parkett gebracht haben.

Da ahnte man noch sehr wenig von Pagan Altar oder Pentagram, die zwar bereits in den 70ern ihre Spuren hinterließen, aber keine Veröffentlichung vorzuweisen hatten. Pagan Altar legten zwar 1982 ein Demo vor, traten aber erst 2004 mit „Lords of Hypocrisy“ auf den Plan, während Pentagram ihr Debüt 1985 nach unendlichen Querelen herausbrachten.

Das Bild, das wir vom Doom haben, ist erst in unseren Tagen wirklich vollständig geworden, und natürlich tauchte der Begriff Doom innerhalb einer bewussten Konzeption endgültig 1986 ins Bewusstsein der Hörer, als Candlemass mit „Epicus Doomicus Metallicus“ das Genre des epischen – und von da an auch klassischen – Doom Metal definierten. Da Candlemass und vor allem ihr Mastermind Leif Edling unverhohlen Black Sabbath verehrten, war schnell der Bogen zurück in die 70er gespannt.

Man hatte  jetzt einen Begriff, mit dem man ein Genre zusammenfassen konnte, das zwar bereits zu diesem Zeitpunkt sehr vielseitig war, aber eben dieses ganz besondere Gefühl entstehen ließ, dieses drohende Unheil, wenn auch Candlemass dem Ganzen einen erhabenen und epischen Anstrich gaben. Schnell waren die Enthusiasten dieser atmosphärischen Langsamkeit weltweit dabei,  nach weiteren Einflüssen zu suchen und eine Ahnengalerie zusammenzustellen. Black Sabbath waren nicht mehr länger nur die Väter des Heavy Metal, sondern auch des Doom, zu diesem Zeitpunkt so etwas wie ein kleiner Bruder, der etwas länger brauchte, seine Siebensachen zusammenzubekommen, aber dafür bis heute die eigenwilligsten Fans sein eigen nennt. Bands wie Pentagram, Trouble, The Obsessed, Witchfinder General und Saint Vitus hatten bereits eine starke Anhängerschaft, als Epicus Doomicus Metallicus die Metal-Massen im Sturm eroberte. Ein Stil, der heute als Doom Metal bekannt ist, florierte also bereits in der Tradition, die von einer Reihe von Bands am Leben erhalten wurde, unabhängig davon, ob er Subgenre des Metal betrachtet wurde oder nicht.

Doch damit war noch lange nicht Schluss. Anfang der 90er bebten nicht mehr nur die Kathedralen, Friedhöfe, Galgen und Scheiterhaufen, sondern gleich die ganze Wüste. Das sehen wir uns aber in einer anderen Sendung an, ebenso wie die Liebe zum Arkanen und zu alten Horrorschinken und seiner Bildästhetik.