Agenten des Schicksals: Blue Oyster Cult – Das Debüt | #14

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Im Januar 1972 erschien das Debüt einer Band, die aus dem Umfeld des Studenten- und Kunstmilieus der späten 60er Jahre in Long Island, New York entstand und deren Musik man gerne als den Heavy Metal der intelligenten Leute oder als Heavy Metal für jene, die Heavy Metal hassen bezeichnete. Das mag heute etwas verblüffen, weil Blue Oyster Cult – so der Name der Band – sich nicht nach dem anhören, was wir heute als Heavy Metal kennen. Man darf aber nicht vergessen, dass der Begriff in den 70er Jahren noch keine feste Zuordnung zu einem bestimmten Sound erfuhr. Nahezu alles, was seit 1967 dem guten Geschmack des gemäßigten Mainstreams zuwiderlief, wurde als Heavy Metal bezeichnet. Das fing bei Jimi Hendrix so um 1967 an. Manche sagen sogar, dass die Leute von dem Zeitpunkt an nach härterem Zeug als dem damals gängigen Folkrock verlangten, als auch die Drogen härter wurden. Hauptsächlich war der damalige Heavy Metal im Grunde weniger Bluesbasiert als gewöhnlich und für die damalige Zeit besonders laut oder in irgendeiner Weise seltsam.

Noch etwas anderes verbindet BÖC mit dem Metal – und das ist der sogenannte Metal-Umlaut, also Ö statt O. Populär ist das vor allem durch Motörhead geworden.

Auf meinem Youtube-Kanal habe ich bereits eine Sendung zu BÖC gemacht und über fast alle Alben gesprochen, aber das ist kein Grund, am 50-jährigen Jubiläum vorbeizugehen, vor allem, weil es sich bei dieser Band um eine ganz außergewöhnliche handelt.

Sandy Pearlman erzählte ein paar Jahr vor seinem Tod 2016 einem Rolling Stone-Schreiber, dass er und der Rockautor Richard Meltzer eines Tages vor einem New Yorker Restaurant standen, in dem Blue Point Austern serviert wurden, und über die Band sprachen. Und Sandy sagte: ‘Warum nennen wir die Band nicht Blue Oyster Cult?'” “Und Richard sagte: ‘Und wir fügen einen Umlaut über dem ‘O’ ein!’ Und Sandy sagte: ‘Großartig!'”

Ihre lyrischen Einflüsse bezog die Band von einer Reihe literarischer Figuren, die hauptsächlich Science Fiction, Fantasy, oder Horror schrieben. Und ihr erstes Album wurde von einer Vielzahl von Künstlern beeinflusst, die von Black Sabbath bis zu The Who reichte. Bevor die Platte erschien probierte sich die Band an allen möglichen Stilen von Stilen, bevor sie sich auf etwas festlegte, das sie später berühmt machen sollte. Aber trotzdem ist es gerade diese Vielfalt, die sich bis heute in ihrem Gesamtwerk niederschlägt.

Blue Öyster Cult wurde 1967 als “Soft White Underbelly” auf dem Campus des Stony Brook College von den Studenten Sandy Pearlman und Richard Meltzer gegründet, die beide zum Zeitpunkt des Debüts der Band professionelle Rockkritiker waren (obwohl sie keine offiziellen Mitglieder waren, schrieben beide Texte und Pearlman war Co-Produzent dieses Albums und später dann Produzent vieler weiterer). Zwei Bandmitglieder, die von Anfang an dabei waren, waren der Gitarrist Donald “Buck Dharma” Roeser und der Schlagzeuger Albert Bouchard, beide Studenten am Clarkson College of Technology. Später kam der Keyboarder Alan Larnier dazu und die Band spielte im New Yorker Fillmore East mit Jethro Tull und Jeff Beck zusammen. Leider war ihr Auftritt katastrophal. Eine Namensänderung schien angebracht zu sein.

Die Band war kurzzeitig bei Elektra Records unter dem Namen “Oaxaca” unter vertrag. das klappte nicht und sie nahmen noch mal was unter dem Namen “Stalk-Forrest” auf, aber das alles gelangte nie zur Veröffentlichung, so dass die Band bald darauf von diesem Label fallen gelassen wurde.

Allerdings hatte Pearlman ihnen noch viele andere Namen verpasst, die alle ebenfalls nicht funktionierte, wie The Santos Sisters. Bereits da zeichnete sich schon ab, dass Blue Oyster Cult im Grunde sein Konzept war, in dem er ein Sprachrohr für seine okkulten Gedichte mit dem Titel Imaginos fand, die immer wieder im Werk der Band eine große Rolle spielen sollten.

Mit dem Sänger Eric Bloom und dem Bassisten Joe Bouchard (Alberts Bruder) formierte sich die Gruppe neu, nahm also den Namen Blue Öyster Cult an, bevor doch tatsächlich auch der Name “Cow” im Gespräch war – und wurde Ende 1971 bei Columbia Records unter Vertrag genommen, weil die Plattenfirma unbedingt eine Antwort auf Black Sabbath haben wollte Sandy Pearlman brachte die Jungs dazu einzuwilligen und schon hatten sie das Etikett der amerikanischen Black Sabbath am Hals, das auf den ersten Blick so falsch wie nur möglich erscheint.

Aber die hätten den Plattenvertrag nicht bekommen, wenn sie widersprochen hätten. Murray Krugman hatte Columbia nämlich gesagt, dass er eine Band habe, die den Anforderungen entspräche. Und natürlich arbeitete er daran, die Band dunkel und mysteriöser zu machen, als sie war. Zusätzlich kam hinzu, dass Columbia Led Zeppelin verloren hatte, die ihr Manager Peter Grant zu Atlanta schleppte, also hatten sie rein gar nichts in Sachen härterem Rock aufzufahren.

Pearlman wusste, dass der ganze Hippiekram am sterben war und der Heavy Metal langsam ins Rollen kommen würde. Das war spätestens nach dem Altamont-Festival von 1969 offensichtlich, das allgemein als der Sargnagel der Love and Peace Generation gilt. BÖC schrieben ihren Song Transmaniacon MS darüber und begannen so ihre Karriere. Wenn sie wirklich je was mit Heavy Metal zu tun hatten, dann das, nachdem Black Sabbath den Pegel und die Latte für Heaviness und Lautstärke ziemlich hoch legten, diese neu aufkommende Sache bereits zwei Jahre später neu definierten. Pearlman wurde dann später – während der Dio-Ära auch tatsächlich der Manager von Black Sabbath und schickte die beiden Bands dann auch zusammen auf Tour. Das ist einer dieser Treppenwitz der Geschichte, von denen ich oft rede und von denen der ganze Rock ‘N’ Roll Zirkus voll ist.

Im Nachhinein fragt man sich zwar, ob Plattenfirmen, Musikjournalisten und all die Leute, die sich beruflich mit Musik beschäftigen, überhaupt eine Ahnung von dem haben, was sie sagen oder tun, aber so eine Korinthenkackerei wie heute gab es damals einfach nicht.

Bei BÖC passten viele rätselhafte Teile zusammen und so muss man auch über das Artwork der ersten beiden Alben sprechen. Ein Künstler namens Bill Gawlik nämlich war es, der das BÖC-Symbol in die Mitte einer Schwarzweiß-Zeichnung setzte, die aus endlosen Parzellen mitten im Universum besteht. Auf dem zweiten Album ist das Symbol, das ein Zusammenschluss aus der griechischen Mythologie für Chronos und Saturn darstellt. wieder in der Mitte über einem pyramidenähnlichen Konstrukt und es wirkt dort so, als würden runde Wellen ein eigenes Universum kreieren. Das sind die einzigen beiden Kunstwerke, die man von Gawlik kennt. Er verschwand einfach – keiner wusste, wohin – und wurde bis zum heutigen Tag nicht mehr gesehen. Das passt natürlich hervorragend zum Mythos der Band. Es gibt nur ein einziges Bild von ihm, aber keiner hat bis heute irgendwelche Informationen über seine Herkunft, seine Eltern, seinen Werdegang, wann er auf welcher Universität war undsoweiter. Ein echter Mystery Man, dessen Symbol bis zur letzten Scheibe “The Symbol Remains” von 2020 immer wieder verwendet wurde. Die Cover der sogenannten schwarzweiß-Phase, zu der auch noch Secret Treaties gehört, sind bis heute Gegenstand unzähliger Interpretationen, die natürlich auch die merkwürdigen Texte der Band miteinschließen.

In den Anfangsjahren wurden Blue Oyster Cult häufig als Vorgruppe von Alice Cooper gebucht, einem “Metal”-Act der frühen 1970er Jahre, der dafür bekannt war, dass er Blut, Blutvergießen und lebende Schlangen in seine theatralische Bühnenshow einbaute.

Das daraus resultierende Debüt ist eine Art dunkler Psychedelik mit vielschichtigen Gitarrenriffs und dickem, schlammigem Gesang mit mysteriösen Bedeutungen. Songs, die schwer zu entschlüsseln sind, tragen zu dem ganzen Geheimnis bei.

Das Riff-getriebene “Transmaniacon MC” macht den Anfang und macht den Hörer darauf aufmerksam, dass hier etwas ganz Besonderes gebraut wurde. Drei perfekt synchronisierte Gitarren werden durch das traditionelle Rock-Piano von Keyboarder Allen Lanier kontrastiert. Der Text thematisiert den berüchtigten Mord auf dem Altamont Festival 1969, wenn auch nicht ganz so eloquent wie Don McClean in “American Pie” im Jahr zuvor.

Wer die Geschichte nicht kennt: Das Festival fand 1969 – vier Monate – nach Woodstock statt – im Dezember – und wurde vom Managment der Rolling Stones ausgerichtet. Es gab bereits während der Vorbereitung grobe Fehler und am Ende war das ganze Festival ein einziges Planungsdesaster. Hinzu kam, dass die Stones die Hells Angels als ordner engagiert hatten und es kam immer wieder zu handgreiflichkeiten gegen Zuschauer, aber auch gegen Bands. Zum Beispiel wurde der Sänger von Jefferson Airplane bewusstlos geschlagen. Und als dann die Stones auftraten, kam es zum Mord an dem 18jährigen Meredith Hunter durch einen Hells Angel. Soweit, so kurz. Wenn euch diese Geschichte interessiert, die als Ende der Hippiebewegung gilt, dann lasst es mich wissen. Können wir uns dann mal in einem speziellen Thema dazu anschauen.

Der Nachfolger, “I’m on the Lamb But I Ain’t No Sheep”, ist textlich weitaus kryptischer und musikalisch weniger unterhaltsam, weshalb er auf dem nächsten Album noch einmal schneller mit dem Titel “The Red and the Black” aufgenommen wurde. Inhaltlich dreht es sich da um einen Mann, der vor der Polizei über Kanada weiter nach Norden flieht. Irgendwie hat er Huskys dabei, die aber auch Muschis sind. Die im Chor gesungene Strophe “Reitet Muschis ihr Huskies” ist genauso unverständlich wie eine mysteriöse Bel Punice, die angesprochen wird und hier tötet und verstümmelt. Das ist ein gutes Beispiel für die Lyrics, die bei BÖC oft wie kryptische, völlig rätselhafte Gedichte funktionieren und alle möglichen Detungen zulassen

Roesers “Then Came the Last Days of May” handelt von einem schief gelaufenen Drogendeal, wobei die sanfte Country-Melodie und das musikalische Arrangement einen großen Kontrast zu dem düsteren Text bilden und der Erzählung eine abschreckende Ebene hinzufügen. “Buck Dharma” fügt auch einige großartige, stechende Gitarrenlinien hinzu, die dieses Stück zu einem der besten des Albums machen. Die erste Seite schließt mit dem kosmischen “Stairway to the Stars”, gefolgt von dem Boogie-Rave “Before the Kiss, a Redcap”.

Dieser Song handelt von einem realen Ort, “Conry’s Bar”, und so hieß der Song auch zuerst – wo BOC als Hausband spielte und Sandy Pearlman wurde dort Zeuge einiger ungewöhnlicher Ereignisse. Es küssten sich nämlich ungewöhnlich viele Menschen am laufenden Band. Das Geheimnis ließ sich schnell lüften, die damals als Redcap bekannten Barbiturate, die zu dieser Zeit ziemlich beliebt waren, wurden hier ganz einfach durch einen Kuss ausgetauscht.

Der berühmteste Song auf Seite zwei (wie auch auf dem gesamten Album) ist “Cities on Flame with Rock and Roll”, ein intensiver und kraftvoller Song, der sogar Black Sabbath in den Schatten stellt (und das ist für 1972 schon etwas). Dieser kraftvolle Song war die erste Single der Band, und obwohl er kommerziell wenig Wellen schlug, wurde er zu einem Klassiker für Fans jenseits der treuen Anhängerschaft der Band. Der Text zeichnet ein lebhaftes Bild von “dreitausend Gitarren”, die eine Stadt in Brand setzen, eine Hymne an die Macht des Rock’n’Roll, die in den folgenden Jahren von den Kollegen aus der gleichen Stadt – nämlich Kiss hinreichend verwässert und wiedergekäut werden sollte. Der Rest der Seite besteht aus kurzen und interessanten Stücken, wie Joe Bouchards psychedelischem Stück “Screams” und dem orientalisch angehauchten Juwel “She’s As Beautiful As a Foot”. “Workshop of the Telescopes” und “Redeemed” beschließen das Album mit weiteren tiefsinnigen Texten, die von vielschichtigen Gitarrenriffs und starken Rhythmen untermalt werden.

Obwohl Blue Öyster Cult in den folgenden zehn Jahren weitere populäre Alben mit radiotauglicheren Songs herausbrachten, erreichten sie nie wieder die Hardrock-Dichte und Originalität ihres Debüts von 1972.

Auch die Produktion von Blue Öyster Cult ist außergewöhnlich. Sie hat die warmen, fast gedämpften Aspekte einer Floyd-Produktion aus den frühen 70er Jahren, aber dies wird auf eine drahtige, glatte, schlängelnde Hardrock/Psych-Band angewendet. Wenn man etwas genauer hinhört, entdeckt man etwas Faszinierendes: Die Produzenten Murray Krugman und Sandy Pearlman haben das Schlagzeug auf ziemlich außergewöhnliche Weise abgemischt und mikrofoniert. Das Ergebnis ist ein straffer – aber nicht knackiger, heller oder höhenreicher – Sound, der die Crash- und Ride-Becken und die Hi-Hat fast vollständig weglässt (was auch durch das solide und effiziente Spiel von Albert Bouchard begünstigt wird). Bei kaum einer anderen bedeutenden Hardrock-Platte dieser Zeit – und zwar für den gesamten Zeitraum zwischen 1968 und 2008 – werden die Becken in einem derartigen Ausmaß weggelassen. Dieser Kunstgriff ist wichtiger, als er klingen mag: Er gibt dem Gesang und den Gitarrensounds Raum zum Atmen, und die Gitarrenlinien – von den subtilsten bis zu den durchdringendsten – können sich im wahrsten Sinne des Wortes zu den Sternen ausdehnen. Ein wichtiger Aspekt des räumlich-astralen Wunders von Blue Öyster Cults Debüt ist die Art und Weise, wie sich diese Songs einfach in den Nachthimmel hineindrehen; das wäre wahrscheinlich nicht möglich gewesen, wenn es überall zischende, sirrende und flirrende Becken gegeben hätte.

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Unser Intro wurde von transistor.fm erstellt.

Review | Amorphis – Halo | #13

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Über das neue Album von Amorphis zu sprechen ist für mich eine viel schwierigere Aufgabe als gedacht. Ihr neues, das manche als den Abschluss einer Trilogie sehen, bestehend aus Under the red cloud von 2015, Queen of Time von 2018 und eben dem am 11. Februar erschienenen Halo habe ich immer wieder aufgeschoben und stattdessen lieber wieder und wieder gehört. Ich muss dazu sagen, dass ich Amorphis zwar immer wahrgenommen habe, aber nie damit gerechnet hätte, dass mich eines Tages eine Scheibe dieser Band so maßlos überrollen würde.

Da war zunächst das Video zu “The Moon”, das bereits ende letzten Jahres zu sehen war und alles schien für mich nach Business as usual aus. Der Song war eben von Amorphis und enthielt alles, was man so erwartet. Aber darüber hinaus eben auch nichts anderes. Erst als das Album dann vorlag, war mir sofort klar, dass es zumindest in meiner musikalischen Welt selten vorkommt, dass ich so fassungslos bin. Und das ist so geblieben, so oft ich die Scheibe auch höre. Jetzt könnte man ja meinen, ich sei ein bisschen abgeklärter als manch anderer, der mit jedem guten Album sofort das Album des Jahres ausruft. Da sind wir ja ohnehin im rein subjektiven Bereich. Es gibt keine Waage, die erklärt, warum irgendetwas besser sein soll als etwas anderes. Und so ist es natürlich auch hier. Ich habe meine Erfahrung, meinen Geschmack – und der kann sich durchaus laufend ändern. Ob etwas gut ist oder nicht entscheide ich weder nach Zeitgeist noch Underground noch Genre, das kommt eher wie bei den meisten aus dem Hinterhalt.

Amorphis sind eine Band, die sich im Laufe der Zeit massiv verändert hat, wenn wir jetzt mal vom Debüt The Karelian Isthmus ausgehen, und die länger als andere Bands nach ihrem Stil gesucht haben. Erst mit dem Einstieg von Tomi Joutsen auf dem Album Eclipse von 2006 haben sie den dann gefunden und von Album zu Album weiterentwickelt. Das ist eine Formel aus melodischem, Manchmal psychedelischem, oft folkigem, sporadisch rockenden, auf seltsame weise progressivem Heavy Metal, dem ein warmes, melancholisches Gefühl innewohnt. Hinzu kommen natürlich noch die Texte, die fast immer von bedeutenden finnischen Lyrikern geschrieben werden, hauptsächlich Pekka Kainulainen, eine finnische Berühmtheit. Und diese Lyriks, teilweise angelehnt an das berühmte finnische Epos Kalevala (Kaleh Vala), das ja auch Tolkien maßgeblich zu seinem Herrn der Ringe inspiriert hat, passen so unfassbar gut zu den tiefen, gewaltigen und endlosen Hooks von Joutsens Refrains und dem melodischen Spiel von Gitarrist Esa Holopainen, dass einem sofort die Spucke wegbleibt.

Ich habe in letzter zeit viele Rezensionen gelesen und auch gehört- und auch wenn das Album erwartungsgemäß überall gut aufgenommen wurde, gab es kaum die Höchstnoten, an denen man meiner Meinung nach überhaupt nicht vorbei kommt, wenn man auch nur irgendetwas von Musik versteht. Aber da sind wir natürlich wieder beim Subjektiven. Und einer musikalischen Mentalität. Von dem her kann ich zwar manchmal verblüfft sein, kann mir aber vorstellen, dass es andere mir gegenüber eben auch sind. Für mich ist die ganze Welt ein einziges Paradox. Und jetzt versteht mich nicht falsch, ich habe bis jetzt kein einziges Album von Amorphis über den Klee gelobt, dabei haben sie eine Menge großartiger Sachen gemacht. Queen of Time wurde als ihr Opus Magnum ausgerufen – und es gefällt mir, kann aber nur einen weiteren Entwicklungsschritt zu Halo hin bedeuten. Das liegt daran, dass Queen of Time oftmals den Fokus verliert, während Halo von der ersten Note an einen Faden aufnimmt und ihn bis zum Schluss nicht mehr verliert, auch wenn die Schlussnummer My Name ist Night noch aus der Aufnahmesession von Queen of Time stammt. Die Songs wurden vom Produzenten Jens Bogren zusammengestellt und auch das ist perfekt gelungen. Irgendwo stand, dass sie bis zu 46 Songs für das Album geschrieben hatten – und sieht man vom letzten Song ab, der ein Duett mit Petronella Nettermal ist – sind davon schließlich nur 10 auf das Album gekommen, und ich würde fast wetten, dass die anderen Nummern auch nicht gerade um vieles schlechter waren, aber vermutlich nicht diese unfassbare Kompaktheit, die das Album verströmt, unterstützt hätten, was natürlich reine Vermutung bleibt. Man glaubt gerade, man hat es mit einem Konzeptalbum zu tun, was nicht der Fall ist, auch wenn das Totenreich der finnischen Mythologie Tuonela eine bedeutende Rolle spielt, wo die Seelen der Toten als schattenhafte Geister herumwandern, ob gut oder böse. Das Schicksal ist für alle gleich. Dort gabs dann ein Bier, das die Erinnerung an das Leben auslöscht, was an den griechischen Fluss Lethe erinnert.

Überhaupt ist die finnische Mythologie eine der Interessantesten überhaupt und auch wenn ich mit Folklore oft genug meine Probleme habe, ist das bei Amorphis überhaupt nicht der Fall, weil sie zwar omnipräsent aber nicht aufdringlich ist. Oder eben, weil sie was bestimmtes in mir auslöst.

Das 14. Studioalbum also ist es, was mich so früh im Jahr schon fast festlegt. Ich sage fast, weil ja noch einige Hämmer ins haus stehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie dieser geniale Brocken übertrumpft werden könnte. Ich sehe das nicht, selbst wenn ich meine Fantasielampe anschalte. Erschienen ist das Album zum ersten mal auf Atomic Fore Records, und auch das markiert natürlich einen bestimmten abschnitt, entweder das ende eines alten oder den Beginn eines neuen. Hört sich an, als wäre es das gleiche, aber das ende von was altem ist nicht schon der beginn von was neuem, weil das neue ja erst danach beginnen würde, nach dem ende. Wie auch immer. neues Lael, neues Album.

Kommen wir nochmal zurück zu “The Moon”, der im Album an dritter Stelle erscheint. Der beginnt mit dieser vertrauten Amorphis-Art, die schnelle eine düstere, meditative Atmosphäre aufbaut, und dann, um die 20-Sekunden-Marke herum, dringt ein wunderbar warmes, melodisches Riff mit einer gezupften Akustik im Schlepptau aus den Lautsprechern. Der Text beschäftigt sich mit er frühen Existenz der Erde und der Ankunft der ersten Menschen. Wie gesagt ist das alles stark an die finnische Folklore angelehnt, wenn auch nicht immer aus dem Nationalepos entnommen. Zumindest diesmal nicht. Trotzdem entsteht bei jedem Song ein tieferes Gefühl über die ohnehin schon überragende Musik hinaus.

“Halo” beginnt mit dem vorhersehbar erdrückenden Opener “Northwards”, dessen dröhnende Keyboards, Folk-Melodien, keinen Zweifel daran lassen, wohin die Reise geht. verfeinert wird der Track mit einem Solo auf der Hammond-Orgel und den überragend arrangierten Chören, die das ganze Album wie eine Nebelwand begleiten, die gerade mal dann zu sehen ist, wenn man auf eine Lichtung tritt oder auf dem Gipfel eines Berges zum stehen kommt.

Was folgt, ist genau das, was man von Amorphis in diesem Stadium ihrer Karriere erwarten kann – Folk-inspirierter Progressive Death Metal mit vielen Anspielungen auf die Acid-Rock- und Prog-Ära alter Tage, Hooks ohne Ende, und Momente, die am Rande der Symphonik schwanken. An dieser klanglichen Identität wurde Jahrzehnte akribisch gearbeitet, das passiert nicht einfach. Und hier ist jetzt der definitive Ertrag all dessen, was Amorphis verkörpern.

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Review | Ghost – Impera | #12


Der immer weiter anschwellende Erfolg von Ghost zeigt unter anderem, wie sehr das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Identifikation in einer völlig sinnentleerten Welt vorhanden ist. Auf den ersten Blick mag das alles nach Bubblegum mit einer Prise Horrorkino aussehen, aber in Wirklichkeit weiß Tobias Forge genau, was er tut. Der Mann hinter Ghost verfolgt einen strukturierten musikalischen Masterplan, und wie es aussieht, funktioniert der ganz hervorragend.

Wer aber jetzt glaubt, dass deshalb alles in Butter ist, der lässt sich vielleicht von der offensichtlichen musikalischen Leistung des neuen Albums blenden – was nur allzu leicht verständlich ist. Ich selbst habe hier und da  trotzdem ein paar kritische Worte parat.

Die Hütte brennt: Deep Purple – Machine Head | #11

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Machine Head von Deep Purple ist eines jener Alben, das seine Standfestigkeit unter Rockfans in der ganzen Welt wohl für alle Zeiten behaupten wird. Eines jener Alben, das in keiner Sammlung eines ernstzunehmenden Musikliebhabers fehlt. Es ist bei weitem nicht das einzige Album von Deep Purple, wo das zutrifft, aber heute – 50 Jahre nach erscheinen – klingt Machine Head noch immer genauso frisch wie eh und je, was nicht jeder Klassiker von sich behaupten kann. Das sechste Album von Deep Purple wurde im Dezember 1971 aufgenommen und erschien am 25. März auf Purple Records. Und obwohl es als eines der Wegbereiter des Heavy Metal gilt – neben In Rock und dem davor erschienenen Fireball – geht es hier noch nicht um schneller, lauter, schwerer, sondern verbleibt im harten Rock. Anders wie tatsächlich In Rock von 1970, das eine aggressivere Kante zeigt. Aber das war ja auch das erste Album der sogenannten MkII-Besetzung, wo sich Deep Purple zum ersten Mal selbst gefunden hatten, nachdem sie bereits drei Alben veröffentlicht hatten, die zwar nicht schlecht sind, aber noch am Tasten waren. Interessanterweise war Richie Blackmoore von Anfang an klar, dass die Band ein härteres Konzept brauchte, wenn sie sich entwickeln wollte. Mit Ian Gillan und Roger Glover hatten Jon Lord, Richie Blackmoore und Ian Paice dann 1969 die Truppe zusammen, die die legendärste Formation von Deep Purple bildete und 4 Alben einspielte, bevor dann David Coverdale und Glenn Hughes ein neues Zeitalter einläuteten. Die MkII-Besetzung kam dann in den 80ern noch einmal zusammen, um Perfect Strangers und The House of Blue Light einzuspielen und dann sogar noch einmal in den 90ern um The Battle Rages on zu veröffentlichen. Das waren alles auch keine schlechten Phasen der Band, aber die 4 Alben der 70er – das sind die eigentlichen Klassiker in dieser Besetzung, eben auch deshalb, weil man der Konkurrenz meilenweit voraus war, während man später nur sich selbst als Maßstab hatte, während die Musikwelt bereits ein ganz anderes Level erreicht hatte.

Die Geschichte der Entstehung von Machine Head ist hinlänglich bekannt und wird im Song Smoke on the Water auch erzählt. Die Band kam im Dezember 1971 nach Montreux in die Schweiz, um im dortigen Casino zu spielen und dann auf der nächsten Platte ihrem Live-Sound so nahe wie möglich zu kommen, denn diese ungebändigte Kraft, die Purple auf der Bühne hatte, wurde in den Alben kaum sichtbar. Das lag vor allem auch daran, dass die Studioaufnahmen eine kontrollierte Sache waren, während live jeder dieser überragenden Musiker von der Dynamik und der Konkurrenz zu den Bandkollegen, das äußerste aus sich rausholte. Das war zwar gleichzeitig der Grund, warum die Band in dieser Besetzung nicht lange überlebte, aber das, was sie uns hinterlassen hat, ist nicht weniger als Musikgeschichte. Alle Bands hatten damals ihre Problematiken, die wenig mit der heutigen musikalischen Herangehensweise zu tun hat, aber eben auch der Grund dafür sind, warum die 70er als das Musikjahrzehnt schlechthin gelten.

Auf den ersten Blick ist Machine Head zwar ein gutes Album, bietet aber eigentlich nichts außergewöhnlich Neues. Weder sind die Gitarren so verzerrt wie die von Tony Iommi, noch hat das Album die furiosen Parts von In Rock. Nur Highway Star und Pictures of Home bringen etwas Tempo in die Sache, und selbst die Blues-Einflüsse von Maybe I’m a Leo und Lazy sind zwar etwas hektisch, aber nie im Übermaß, so dass man sagen kann, dass das Album die individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Musikers in den Vordergrund stellt und keiner versucht, den anderen zu übertrumpfen, wie das oft Live der Fall war. Und von diesen Fähigkeiten ist das ganze Album voll. Aber es sollte eben kurioserweise jene später im Jahr erschienene Live-Scheibe sein, die Machine Head in den Olymp katapultierte. Das lag also nicht allein an Smoke on the Water, diesem völlig überspielten aber auch gleichzeitig brillanten Song, den wir ohne den Casinobrand (zu dem wir gleich kommen) nicht bekommen hätten. Die Rede ist natürlich von Made in Japan, bei dem sich viele einig sind, dass es das beste Live-Album aller Zeiten ist. Und noch früh im Jahrzehnt. Deep Purple wollten das eigentlich gar nicht machen. Es war noch nicht die Zeit, wo jede Band ihr Live Set anbieten musste, wenn sie was auf sich hielt. Die 70er Jahre waren das Jahrzehnt der Livealben. Und maßgeblichen Anteil daran hatte Made in Japan, das sprichwörtlich durch die Decke ging und Deep Purple neben Led Zeppelin zur größten Band der 70er machte.

Warum Deep Purple in die Schweiz gingen, hat viel mit der damaligen Steuerpolitik in Großbritannien zu tun. Fast alle großen Bands hatten Probleme mit den immensen Steuern damals, die aber nur griffen, wenn die Musik auch im Land produziert wurde. Die ganze Sache war in Wirklichkeit natürlich viel komplizierter als ich das jetzt sage, aber im Grunde läuft es darauf hinaus, das man in England nicht produzieren konnte, wenn an sein Geld behalten wollte.

Purple mietete sich das allseits beliebte mobile Studio der Rolling Stones und machte sich auf in die Stadt, die hauptsächlich für ihr überragendes Jazzfestival bekannt ist. Davon gibt’s in der Schweiz mehrere, in Liechtensteig, wo ich kurze Zeit gewohnt habe, gab es auch eines, aber das ist natürlich nichts gegen Montreux, das am Genfersee liegt und seit den 60ern für alle Bands ein wichtiger Platz war, um dort zu spielen. Eigentlich ist Montreux ein ziemlich verschlafener Ort, aber Rockbands mögen das… White Lake, wo das Woodstock-Festival stattfand, war ja ebenfalls die Ruhe selbst, bevor Horden von Hippies dort einfielen.

Jetzt könnte man sagen, natürlich brannte das Casino ab, als Frank Zappa mit seinen Mothers dort spielte, aber der eigentliche Grund war, weil ein Fan mit einer Leuchtpistole geschossen hat. Damals war das Casino fast vollständig aus Holz gebaut und Ende der Geschichte. Aber das Casino war riesig, es bestand aus Restaurants, einer Disco und allen möglichen anderen Annehmlichkeiten, und so war natürlich das Feuer riesig und der Rauch gewaltig. Da fällt einem nichts anderes ein als ein Lied darüber zu schreiben.

Machine Head ist, trotz des bekannten Riffs von Smoke on the Water, kein wirklich spezielles Gitarrenalbum geworden, obwohl Blackmoore einige großartige Parts einstreut, aber die meiste Zeit lässt er tatsächlich den anderen viel Platz für ihre Entfaltung. Am Innovativsten ist er Highway Star, mit dem das Album beginnt. Es mag ein bisschen verwundern, dass man da heute von einem Speed Metal-Standard spricht, aber man darf hier die Zeit nicht aus den Augen lassen. Natürlich ist der Song nicht mit dem heutigen Speed Metal zu vergleichen, aber die Absicht ist da.

Die spiralförmigen Melodien wurden später von vielen Trad- und Power-Metal-Bands aufgegriffen, und die Soli im weiteren Verlauf des Songs verwenden einige ungewöhnliche Notenmuster, die sich als weitaus einprägsamer erweisen als die übliche Rock-Skalen.

Und weil Richie sich etwas zurückhält, hört man Roger Glover und Jon Lord viel mehr im Vordergrund als sonst. Vor allem der Bass tritt ungewöhnlich oft hervor. Da ist natürlich das offensichtliche Bassolo in Pictures of Home, aber auch in Lazy fällt die Bassarbeit angenehm auf. Sie swingt und hallt in verschiedenen Mustern und pendelt sich dann in stabileren Rhythmen ein.

Und auch wenn Glovers Arbeit hier herausragend ist, erinnert uns Jon Lords Spiel immer wieder daran, was wir an ihm verloren haben. Alles, was Purple so besonders macht, ist hier auf feine Weise zu hören. Vor allem auch Ian Paice am Schlagzeug, der allein schon dadurch ein Glücksfall ist, weil er zwar eine Neigung zum Rockbeat hat, aber die Flexibilität eines Jazzschlagzeugers besitzt. Am Wirkungsvollsten ist das bei Lazy zu hören. Er spielt nichts ultrakomplexes, aber er klingt nicht wie ein Roboter, was sie meisten der heutigen Schlagzeuger tun, ihr Können mal unbenommen, aber gutes Schlagzeugspiel wird nicht durch Geschwindigkeit und ständige Wechsel definiert. Jede Phrase, die er spielt, fügt dem Song etwas mehr hinzu, von den schnellen Fills in Space Truckin‘ bis zu den Drum-Solo-Abschnitten in Pictures of Home. Er ist auch sehr PRÄZISE – ja, präzise ist ein weiteres Wort, das perfekt zu seinem Stil passt.

Und was ist mit dem Songwriting? Nun, bei In Rock komponierte die Band progressivere Songs, mit langen Soloabschnitten, vielen Tempowechseln und so weiter. Bei Machine Head sind die Stücke einfacher und eingängiger, aber auch großartig. Die Songs sind in zwei Kategorien eingeteilt: die mittelschnellen, zu denen Stücke wie Never Before und Smoke on the Water gehören, und die schnelleren, wie Space Truckin‘ oder Highway Star.

(mehr im Podcast)

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Talk | Was ist wann und warum ein Klassiker? (Crossroad Crew) | #10


Willkommen zur ersten Sendung der CROSSROAD-CREW im Podcast. Langjährige Gefährten kennen das Konzept natürlich: Wir kommen hier in unregelmäßigen Abständen zusammen, um uns einem ganz bestimmten Thema zu widmen. In dieser Ausgabe geht es um Klassiker-Alben. Wann ist eine Platte ein Klassiker? Was macht sie dazu? Ist es nur das Alter oder gibt es noch andere Kriterien?

Natürlich zieht jeder der Beteiligten einen ebensolchen Klassiker aus dem Hut. Sozusagen exemplarisch. Und weil nicht immer alles alt sein muss, stellen wir uns auch der Frage, ob es denn auch heute noch Alben gibt, die möglicherweise in ein paar Jahrzehnten den Klassikerstatus erhalten könnten.

Genre-Guide | Okkult Rock | #9


In der heutigen Sendung geht es um eine kleine Einführung in den Okkult Rock. Ein Genre, das jeder irgendwie kennt, über das aber viel zu selten gesprochen wird. Tatsächlich hat sich diese interessante Spielart erst in der heutigen Zeit so richtig etabliert. Was aber die modernen Bands des Genres betrifft, muss ich euch noch etwas vertrösten. Hier und heute schauen wir uns erst einmal die Anfänge und das Milieu des Genres etwas genauer an.

Talk | Zwei Generationen. Black Metal (Im Gespräch mit Tobias Naumann) | #8


Im “Generationstalk” ist heute Tobias Naumann mein Gast, Schlagzeuger diverser Metalbands. Wir unterhalten uns über Black Metal. Aber nicht etwa über die Evolution des Genres – das habt ihr mittlerweile schon Tausendmal woanders gehört, gesehen und gelesen – sondern über grundsätzliche Ansichten. Herausgekommen ist ein leidenschaftliches Gespräch zu vielen unterschiedlichen Themen, die euch hoffentlich genauso inspirieren wie uns.

Tobias Naumann im Gespräch

Review | Midnight – Let there be Witchery | #7


Freude ist in jenen Tagen eine Sache, über die zu sprechen man sehr vorsichtig sein sollte, aber hinter der allgemeinen Betroffenheit ist sie am Ende dann doch notwendig, um in der von uns allen angeranzten Welt auch nur halbwegs klarzukommen. Eines dieser Alben, die einfach nur Spaß machen, weil sie in letzter Konsequent purer Rock n Roll sind, ist Let there be Witchery von Midnight, dem Einmann-Projekt von Jamie Walters aka Athenar aus Cleveland. Längst kein Unbekannter mehr, gelingt es ihm, das Flair alter Rumpelkapellen wie Venom in die heutige Zeit zu transportieren und dennoch unverkennbar seine eigene Handschrift zu hinterlassen, auch wenn er selbst der Meinung ist, dass seine Songs im Grunde nur Venom-Cover sind.

Was es sonst noch gibt: Abschweifungen in die gute alte Zeit (inklusive Zeitschleifen und massenhaft Vergleiche mit Venom).

Talk | Generationsunterschiede (Im Gespräch mit Tom Lubowski) | #6


Heute ist Tom Lubowski mein Gast. Mich selbst hat vor allem der Kontrast gereizt, mit einem Musiknerd zu sprechen, der sprichwörtlich aus einem ganz anderen Zeitalter stammt als ich. Wie unterscheiden sich die Zugänge zur Musik? Wo sind die Gemeinsamkeiten?

Tom schreibt für verschiedene Magazine über Musik, ist Baujahr 95 und hat einen breitgefächerten Musikgeschmack. Grund genug, mit ihm über die Wege zu sprechen, wie man in seiner Generation zu dem wird, was man ist.

Tom Lubowski im Gespräch